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Buchtipps: Schön, slow und surreal

Der dänische Designer Børge Mogensen liebte einfache, funktionale Möbel. Der Chefredakteur Nathan Williams liebt das einfache, entschleunigte Leben. Und Salvador Dalí? Der war nicht gerade für Reduktion auf das Wesentliche bekannt. Er mochte es üppig! Unsere Buchtipps.

Kleine Skizzen, große Ideen

Børge Mogensen brauchte lediglich eine Streichholzschachtel, eine Serviette oder bereits verwendete Briefumschläge, um seine Ideen festzuhalten. Ideen für Möbel, die gut aussehen, höchst funktional sind – und ein fester Bestandteil dänischer Designgeschichte sind. Michael Müller hat eine prachtvolle Monografie zusammengestellt, die die Arbeitsweise des Designers (1914–1972), seine bekanntesten und beliebtesten Klassiker vorstellt. Werkstattzeichnungen, Skizzen und Aufnahmen seiner Möbel sowie Fotografien aus seinem Alltag ermöglichen spannende Einblicke in die Welt eines Dänen, an den sich alle Design-Kenner erinnern.

Michael Müller – Børge Mogensen. Möbel mit Format, Hatje Cantz Verlag, 240 Seiten, 49,80 Euro



Lebe liebe langsamer

Nathan Williams ist der Chefredakteur des Magazins Kinfolk, das vier Mal im Jahr einen langsamen und achtsamen Lebensstil propagiert. In dem Buch „The Kinfolk Home“ geht er der Frage nach, was Slow Living bedeutet. Wie entschleunigen wir unser Wohnen? Was gibt unserem Zuhause Freude und Bedeutung? Wie kann ein Haus die Fundamente unserer Werte widerspiegeln? Und wie verfolgt uns das Gefühl von Zuhause von Ort zu Ort, auch wenn sich die Adresse ändert? Slow Living heißt unter anderem herauszufinden, ohne welche Dinge wir einfach nicht leben möchten, welche Dinge wesentlich für uns sind. Das Buch präsentiert 35 Wohnungen und Häuser, die von einem von Achtsamkeit geprägten Lebensstil erzählen. Darunter Häuser, die die Gemeinschaft zelebrieren und Wohnungen, die das Leben vereinfachen. Inspirierend sind sie allesamt!

Nathan Williams – The Kinfolk Home. Lebe in deinem Rhythmus, Knesebeck, 368 Seiten, 39,95 Euro



Ist das Kunst, oder kann man das essen?

Sie verzichten auf Kohlehydrate und zählen Kalorien, machen eine Paleo-Diät oder meiden Fett und Zucker? Für Sie ist Essen vor allem gesunde Ernährung? Dann ist dieses Buch nichts für Sie. Man muss schon ein echter Genießer sein, der auch einer Völlerei nicht abgeneigt wäre, um sich für die Konstellation Speisen plus Surrealismus begeistern zu können. Das Werk „Die Diners mit Gala“ des großen Surrealisten Salvador Dalí steckt voller gehobener und verschrobener Gaumenfreuden. Im Taschen-Verlag erscheint jetzt ein Nachdruck des Werkes, das Dalí 1973 veröffentlichte. 136 Rezepte werden darin in zwölf von Dalí bebilderten Kapiteln präsentiert. „Sodomotische Zwischengerichte“, „Monarchenfleisch“ oder „Desoxyribonuklein-Atavismen“ lauten ihre Titel. Zitate des Meisters wie „Der Kiefer ist unser bestes Werkzeug, um uns philosophisches Wissen anzueignen“, oder „Den Elan meiner Eingeweide halte ich für den höchsten Wegweiser“ geben zusätzliche Würze. Ein überwältigendes Kochbuch – und Kunstwerk.

Salvador Dalí – Die Diners mit Gala, Taschen Verlag, 320 Seiten, 49,99 Euro.

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