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Ordnung ins Chaos bringen

Mit System-Design wollen Gestalter die Welt „in Ordnung“ bringen. Wie ihnen das in den vergangenen 100 Jahren gelungen ist, lässt sich im Kölner Museum für Angewandte Kunst in der Ausstellung „SYSTEM DESIGN“ noch bis Juni nachvollziehen.

Systeme sind allgegenwärtig. Sie sind für uns alltäglich, ohne dass wir sie immer bemerken. Unsere Welt besteht aus Systemen – vom metrischen System und den DIN-Normen über das Betriebssystem unseres Smartphones bis zur Systemgastronomie.


Der Systemgedanke beruht auf dem Streben nach Ordnung, indem eine überschaubare Anzahl von einzelnen Elementen verbunden und dadurch ein Zusammenhang hergestellt wird – eben das Gegenteil von Chaos. Illustrieren lässt sich dieses Streben am Beispiel der Lego-Steine, die durch ein genormtes Stecksystem mit immer den gleichen Noppen nahezu unendlich viele Möglichkeiten der temporären Konstruktion bieten.


Der Systemgedanke soll jedoch nicht nur ordnen, sondern auch ökonomisieren. Wenn ein Stuhl einmal gestaltet wurde – warum nicht gleich in einer Reihe verschiedener Größen? Und wenn dieser Stuhl und seine Varianten Teile eines ganzen Programms werden und miteinander fest verbindbar sind, ergibt sich das System als analoges Prinzip. Ob dieses sich auch in einer zergliederten, nur noch durch Internet-Schnittstellen verbundenen digitalen Welt notwendig wiederfindet, lässt sich diskutieren.


Mehr als 100 Jahre „System Design“ lässt die Kölner Ausstellung im Kölner Museum für Angewandte Kunst Revue passieren. Sie versammelt über 150 Exponate von mehr als 80 internationalen Gestalterinnen und Gestaltern wie Otl Aicher, Werner Aisslinger, Peter Behrens, Mario Bellini, Marcel Breuer, Wim Crouwel, Ray + Charles Eames, Egon Eiermann, Willy Fleckhaus, Richard Buckminster Fuller, Konstantin Grcic, Hans Gugelot, Fritz Haller, Josef Hoffmann, Jonathan Ive, Ferdinand Kramer, Le Corbusier, Enzo Mari, Ingo Maurer, Josef Müller-Brockmann, Bruno Munari, George Nelson, Otto Neurath, Frei Otto, Verner Panton, Joseph Paxton, Dieter Rams, Richard Sapper, Mart Stam, Oswald Mathias Ungers, Massimo Vignelli, Wilhelm Wagenfeld und Marco Zanuso.



„System Design – Über 100 Jahre Chaos im Alltag“ bis zum 7. Juni 2015 im Museum für Angewandte Kunst, An der Rechtschule in Köln.

Der Katalog (215 S., 24,90 Euro) mit Texten in Deutsch und Englisch wurde herausgegeben von Petra Hesse und René Spitz.

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