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Das Regal lebt!

Wer dachte, mit der Digitalisierung würde Gedrucktes überflüssig, hat sich geirrt. Und: Schöne Bücher (und Schallplatten, CDs, Souvenirs) brauchen schöne Regale. Kein wichtiger Hersteller mag auf sie verzichten.

"Regale sind das wichtigste Utensil der Wohnarchitektur" – schrieb die Süddeutsche Zeitung jüngst. Einerseits sorgten Regale für Ordnung und Übersicht, andererseits würden sich darin Abenteuer und Geheimnisse verstecken.


Wer ein großes Regal zuhause hat, weiß wovon der Autor spricht: Auf den ersten Blick sieht alles aufgeräumt und wohlgeordnet aus, gibt ein Regal einem das Gefühl von Struktur und Klarheit. Aber so wie Bücher mehr sind als ein bloßes Transportmittel für Geschriebenes, sind Regale mehr als nur Aufbewahrungsmittel. Wehe aber, man sucht ein bestimmtes Buch oder fängt an, sich nostalgisch durch ein Regalfach zu wühlen. Da tauchen sofort die wildesten Erinnerungen in Form von alten Fotos, ausgeliehenen Taschenbüchern oder verstaubten CDs auf. Wer sich solche Szenen vor Augen führt, weiß sofort: Digitale Welt hin oder her, ein Regal braucht der Mensch. Oder mehrere.


Und so ist es kein Wunder, dass in Mailand, das Regal eine Renaissance erlebte.

Alle großen Hersteller offerieren Regale, alle wichtigen Designer beschäftigen sich mit dem Möbelstück "Regal": Konstantin Grcic nennt seines "Tyke", Stefan Diez sein Regal programmatisch "New Order" und das britische Designer-Duo Edward Barber und Jay Osgerby haben ihr "planophore"-Regal nach dem ersten mit einem Gummimotor betriebenen Modellflugzeug benannt – vielleicht der drehbaren Aluminiumplatten wegen, die die Struktur tragen und die Bücher stützen, aber das Regal auch ganz schnell zum Raumtrenner mutieren lassen. Und Poltrona Frau hat einen Sechziger-Jahre Entwurf von Gianfranco Frattini reanimiert: einen drehbaren Bücherbaum, namens Albero.

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