Hotel_Casa_do_Conto_von_Architektin_Alexandra_Grande____Casa_do_Conto.JPG
Hotel_Casa_do_Conto_von_Architektin_Alexandra_Grande____Casa_do_Conto_.JPG
Hotel_Casa_do_Conto_von_Architektin_Alexandra_Grande____Casa_do_Conto.JPG.JPG
Hotel_Casa_do_Conto_von_Architektin_Alexandra_Grande____Casa_do_Conto.jpg
Hotel_Duas_Portas_von_Architekt_Eduardo_Souto_de_Moura____Duas_Portas_.jpg
Hotel_Duas_Portas_von_Architekt_Eduardo_Souto_de_Moura____Duas_Portas.jpg
Hotel_Duas_Portas_von_Architekt_Eduardo_Souto_de_Moura____Duas_Portas.jpg
Stadthaus_Santa_Teresa_von_Pedro_Ferreira_Architecture_Studio____Joa__o_Morgado.jpg
Stadthaus_Santa_Teresa_von_Pedro_Ferreira_Architecture_Studio____Joa__o_Morgado_.jpg
Stadthaus_Santa_Teresa_von_Pedro_Ferreira_Architecture_Studio____Joa__o_Morgado.jpg
Stadthaus_Santa_Teresa_von_Pedro_Ferreira_Architecture_Studio____Joa__o_Morgado.jpg

Tradition trifft Moderne

Wenn es um Restaurierung, Renovation oder Neubau geht, setzen die Architekten in Porto klar auf Erneuerung, indem sie den verfallenden Townhouses mit Respekt vor der Tradition Neues hinzufügen.

Die Stadt Porto explodiert im Moment geradezu. Täglich öffnen neue Bars und Galerien. Man ist stolz auf die boomende lokale Handwerkskunst, stolz auf die UNESCO-geweihte Altstadt und stolz auf Porto Cool. Die Schattenseiten sind steil steigende Miet- und Immobilienpreise und der überbordende Tourismus mit seinen urbanistischen Herausforderungen.


Eine der Hauptfragen: Wie Umgehen mit der alten, langsam verfallenden Bausubstanz der historischen Townhouses? Dabei gibt es gemeinhin drei Alternativen: Konservierung beziehungsweise Restaurierung, Neubau oder Renovierung im Sinn von Erneuerung. Letzteres ist immer öfter der Weg, der in Porto beschritten wird. Willkürliche Rückgriffe auf Nostalgisches gelten als oberflächlich und respektlos, Demut vor vorhandener Bausubstanz als höchste Tugend.


Reflektierter Minimalismus, große Sensibilität, als Kontinuität verstandene Tradition und Detailversessenheit – das sind denn auch die Essentials der von Pritzker-Preisträgern Eduardo Souto de Moura und Álvaro Siza Vieira geprägten Architekturschule von Porto.


Ein gutes Beispiel für als Kontinuität verstandene Tradition und durchdachten Minimalismus ist das Duas-Portas-Townhouse („Zwei Türen“), ein kleines Hotel. Wie bei allen Renovierungen in Porto erkennt man von außen kaum, dass eine Intervention stattgefunden hat. Doch der Eindruck täuscht. Tatsächlich wurde das Haus um einen Stock erhöht, wobei man den Granit aus der nicht mehr restaurierbaren Rückfassade benutzte. Das ist gebaute Philosophie, gebauter Respekt vor Vorhandenem.


Ein weltberühmtes Beispiel für die Einheit aus Architektur, Dekoration und Inneneinrichtung ist die Casa do Conto („Haus der Geschichten“). Architektin Alexandra Grande schuf hier bei der Renovierung eine der Ikonen zeitgenössischer portugiesischer Architektur und Inneneinrichtung.


Starke Emotionen ruft auch Pedro Ferreiras großartig renoviertes Stadthaus Santa Teresa aus dem 19. Jahrhundert hervor. „Unser Hauptaugenmerk lag darauf, die Charakteristika zu erhalten, die das Haus prägen“, so Pedro Ferreira.

Zurück
Alle Anzeigen
Weiter
Bitte warten